Mein besonderes Ziel 2017 – Der Jakobsweg

Wie ich in meinem letzten Artikel “Ziele umsetzen – wie mache ich es dieses Jahr richtig?” verraten habe, ist es im heurigen Jahr (im Mai / Juni) mein besonderes Ziel auf dem Jakobsweg zu pilgern.
Heute möchte ich darüber schreiben, wie ich auf diese Idee kam, was ich mir erwarte und wie ich mich auf diesen Weg vorbereite.

Wie kam ich auf diese Idee

Mein Neffe Michael hat meiner Mutter und mir so begeistert von seinem Pilgern im Jahr 2009 erzählt, dass sich nicht nur in mir, sondern vor allem auch in Oma der Wunsch regte, ebenfalls zu pilgern.
Trotz aller Bedenken pilgerten wir im Jahre 2011 in neun Tagen mit Oma – damals 90 Jahre alt! – 120 km von Barbadelo nach Santiago de Compostela.

Omas Hauptmotivationen für das Pilgern am Jakobsweg waren in erster Linie sicher religiöse Gründe. Das Pilgern war für sie ein schönes Erlebnis, aber oft auch körperlich sehr anstrengend. Sie sagte oft, sie wisse nicht, wie sie eine Tagesetappe geschafft habe, aber der Weg habe etwas Besonderes, etwas Magisches.

Besonders beeindruckt war sie von den menschlichen Begegnungen mit Pilgerinnen und Pilgern aus der ganzen Welt. Die Ankunft in Santiago de Compostela, die Pilgermesse und das Überreichen der Pilgerurkunde waren auch besondere Momente.

Meine Erwartungen an den Jakobsweg und mich

Ich habe 2011 in diesen neun Tagen meine ersten Erfahrungen mit dem Pilgern gemacht und war auch so beeindruckt, dass ich mir schon damals, nach unserer Ankunft in Santiago, vornahm, einmal den ganzen Pilgerweg von Saint-Jean-Pied-de-Port bis Santiago (ca. 800 km) zu pilgern. Dieses Vorhaben werde ich heuer umsetzen.

Es gibt viele Gründe, warum Menschen pilgern. Ich habe gehört, dass man sagt, die einen sind auf der Suche nach Gott und finden sich selbst, die anderen sind auf der Suche nach sich selbst und finden Gott.
Ich erhoffe mir schon, dass das Pilgern eine Reise zu mir selbst sein wird. Vielleicht hilft es mir auch zu entscheiden, wie es in meinem Leben weitergehen soll, was ich eventuell ändern sollte.
Es ist für mich auch wichtig, mich selbst, aber auch andere besser kennenzulernen, eine gewisse Freiheit ohne die Alltagssorgen zu erleben und gelassener zu werden. Ich weiß aus Erfahrung, dass man auf dem Camino mit offeneren Augen durch die Welt geht und die Vielfalt der Natur besonders intensiv wahrnimmt und vor allem auch durch die Gespräche mit anderen Pilgerinnen und Pilgern seinen Horizont erweitert.

Mich hat schon immer der Gedanke fasziniert, den Rucksack mit dem Lebensnotwendigsten zu packen und dann einfach loszumarschieren, geleitet allein vom Weg, der mich eines Tages an das Ziel führen wird.

Ich bin gespannt, wie es mir geht, wenn ich täglich – über mehrere Wochen – zwischen 20 und 30 km zurücklege. Aber ich weiß von erfahrenen Pilgern, dass das lange Gehen bis zur Grenze der physischen Kraft, die Beschränkung auf das absolut Notwendige, die Einsamkeit, aber auch berührende Kontakte den Blick für das Wesentliche schärfen, vielleicht auch für den Glauben.

Vorbereitung

Da ich mein Ziel erreichen möchte, bereite ich mich bestmöglich vor, in dem ich regelmäßig spazieren gehe und bei schönem Wetter walke. Zu Hause mache ich Gymnastik, trainiere fast täglich eine Stunde auf dem Crosstrainer und gelegentlich auch auf dem Hometrainer.

Ich frische meine Englischkenntnisse auf und versuche so viel Spanisch zu lernen, dass ich mich einigermaßen gut verständigen kann. Dann hoffe ich gut gerüstet meine Pilgerreise starten zu können.

Wie geht es Ihnen mit Ihren Plänen? Sind Sie noch immer konsequent in der Umsetzung?
Wir freuen uns, wenn Sie uns im Anschluss einen Kommentar hinterlassen und uns Ihr persönliches Ziel 2017 verraten.

Ich wünsche Ihnen viel Durchhaltevermögen und Freude bei der Realisierung Ihrer Vorhaben.

Alles Liebe,
Maria im Namen des Oma Toppelreiter Teams

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

2 Antworten zu Mein besonderes Ziel 2017 – Der Jakobsweg

  1. Friederike Zangl 20. Januar 2017 um 12:31 #

    Maria auch du wirst es schaffen, du hast schon viele Menschen mit gutem Rat auf Reisen geschickt. (In deinem Beruf)

  2. Renate 26. Januar 2017 um 19:03 #

    Liebes Oma-Toppelreiter-Team,
    liebe pilgern-wollende:

    als Tipp: Psalm 123 – 132 sind “Wallfahrtslieder” – in der behutsam modernisierten Luther Übersetzung von 1980. In der Jahresbibel, die ich lese, sind sie erst im April/Mai dran.

Schreibe einen Kommentar